Mit der Band One Direction wurde er berühmt. Aber auch als Solo-Sänger hat sich Liam Payne (24, “Strip That Down”) im Musik-Business mittlerweile einen Namen gemacht. So durfte er zum Beispiel den Song “For You” für den Soundtrack zum dritten und letzten Teil von “Fifty Shades of Grey” beisteuern. Der Film läuft seit 8. Februar in den deutschen Kinos. Was ihm in seiner Karriere bisher am meisten Spaß gemacht hat, womit er abseits des Rampenlichts zu kämpfen hat und wie sich sein Leben seit der Geburt seines Sohnes verändert hat, hat Payne im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

Wie kam es, dass Sie für “For You” mit Rita Ora zusammengearbeitet haben?

Liam Payne: Ich war schon länger im Gespräch mit der ‘Fifty Shades’-Crew von Universal. Die haben mir dann einen Song zugeschickt und ich habe den in einem Haus in Los Angeles aufgenommen. Wir waren uns aber einig, dass da noch jemand fehlt, um das Ganze wirklich perfekt zu machen. Glücklicherweise kannte Rita die Songwriter und so sind wir gemeinsam ins Studio gegangen. Es war eine tolle Zeit und wir sind gute Freunde geworden!

Also hat es Spaß gemacht?

Payne: Absolut. Wir haben uns schon total auf die Promo-Reise gefreut. Es ist sowieso immer schön, wenn man mit einer Person zusammenarbeitet, die genauso hart arbeitet, wie man selbst.

Rita Ora singt nicht nur für den Soundtrack des neuen “Fifty Shades of Grey”-Films, sie spielt auch darin mit. Wäre die Schauspielerei auch etwas für Sie?

Payne: Definitiv. Ich habe es noch nie ausprobiert, also wüsste ich nicht, wo ich anfangen soll. Aber im Laufe meiner Karriere würde ich das gerne mal machen.

Haben Sie den Film schon gesehen?

Payne: Ja und er ist echt gut. Ich will nicht zu viel verraten und womöglich jemanden spoilern. Ich habe erst vor kurzem mit der Autorin der Bücher gesprochen, wie das alles zu so einer riesigen Sache geworden ist. Erika [ E. L. James, Anmerk. d. Red.] hatte ursprünglich nie mit so einem Erfolg gerechnet, es ist einfach passiert. Sie hat die Story nur zum Spaß geschrieben und genau darum wurden sie auch so gut, glaube ich.

Haben Sie die Bücher auch gelesen?

Payne: Nein, aber ich weiß, dass sie sich bemüht hat, dass der Film so nah wie möglich an den Büchern ist.

Woran liegt das? Mögen Sie das Genre nicht oder kommen Sie nicht zum Lesen?

Payne: Ich bin einfach total faul. Ich habe vielleicht zwei Bücher in meinem ganzen Leben gelesen. Das ist das Eine. Aber dann glaube ich auch, dass die Bücher nichts für meine Generation sind. Trotzdem: ‘Fifty Shades of Grey’ ist der perfekte Film für jeden Mann, um seine Liebste am Valentinstag ins Kino auszuführen.

Haben Sie Pläne für den Valentinstag?

Payne: Bisher nicht. Aber vermutlich unternehme ich einfach irgendetwas Ruhiges mit der Familie.

“For You” ist ein Duett. Das heißt, Sie stehen zur Abwechslung mal wieder mit einer anderen Person auf der Bühne.

Payne: Das fühlt sich fantastisch an! Mit anderen Sängern zu kollaborieren – das ist das Beste an meiner Karriere. Ich habe schon mit Ed Sheeran, Quavo und Charlie Puth gearbeitet. Sogar Bella Thorne ist in einem Video von mir zu sehen.

Während Ihrer Zeit mit One Direction waren Sie nie alleine. Vermissen Sie das und die Band? Oder macht es Ihnen nichts aus, alleine zu singen?

Payne: Bevor ich in die Band gekommen bin, habe ich ganz viel alleine gesungen – ich bin das also gewohnt. Es ist natürlich eine Umstellung, jetzt wieder den ganzen Song zu performen.

2018 hat gerade erst begonnen – was sind Ihre Ziele für dieses Jahr?

Payne: Das letzte Jahr war schon total verrückt: Die Geburt meines Sohnes, ein Mega-Hit mit meiner Single… Deswegen hoffe ich, dass ich dieses Jahr daran anknüpfen kann.

Sie haben es gerade erwähnt: Sie sind Vater geworden. Hat sich Ihr Leben sehr verändert?

Payne: Oh ja! Er ist das Erste, woran ich morgens denke, und ich bin total glücklich darüber, dass es ihn gibt. Am Anfang hat er viel geschlafen, das war eine große Hilfe. Da können uns sicher ganz viele Eltern zustimmen.

Wegen des Kindes wollten Sie eigentlich auch das Rauchen aufgeben…

Payne: Damit habe ich immer noch zu kämpfen. Aber es ist weniger geworden und irgendwann höre ich ganz auf.

Wie kam es überhaupt zum Namen Bear?

Payne: Wir haben damit gewartet, bis wir ihn gesehen haben. Und dann war er da mit seinem süßen Gesicht. So sind wir auf die Idee gekommen. Und das Lustige an Kindern ist: Je älter sie werden, desto mehr ‘werden’ sie zum Namen. Ich kann das gar nicht wirklich erklären, aber bestimmt geht es anderen genauso. Er ist zum Beispiel sehr groß für sein Alter.

Wie bringen Sie Karriere und Privatleben unter einen Hut?

Payne: Man muss einfach eine Balance finden und das passiert so nebenbei. Für mich wird es zurzeit immer schwerer, wenn ich mein Kind verlasse. Die Arbeit lenkt mich aber ab. Und zum Glück gibt es Facetime, das macht das Ganze etwas einfacher.

Kommen Sie mit Ihrer Musik denn irgendwann mal nach Deutschland?

Payne: Auf jeden Fall. Es ist verrückt, was ich hier für einen Erfolg habe. Wir haben uns die Charts angeschaut und so was ist noch nie wirklich passiert. Deswegen: Danke für die Unterstützung und ich performe in Deutschland, sobald ich kann.